Pinterest – Die Grundlagen und Optimierung der Reichweite

Aktualisiert: 14. März 2020

So nutzt du die Online-Pinnwand optimal für dein Business.


Neben den bekanntesten Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter und Instagram ist bereits seit einiger Zeit die Online-Pinnwand Pinterest auf dem Vormarsch. Bereits 300 Mio. Nutzer weltweit und davon 7 Mio. Nutzer in Deutschland sind auf Pinterest aktiv.

Dabei ist die Zielgruppe überwiegend weiblich (ca. 81% Frauen) – wobei die

Anzahl der männlichen Pinterest Nutzer einen steigenden Trend verzeichnet. Neben einer persönlichen Pinnwand – welche durch die eigenen Interessen definiert wird – gibt es eine umfangreiche Suchfunktion. Hier kann man nach sämtlichen Themengebiete suchen und sich inspirieren lassen kann.

Pinterest Blumen

Doch ist das auch für Unternehmen attraktiv? Ein eindeutiges „ja“! Bei erfolgreichem Einsatz von Pinterest kann es regelrecht ein Booster für die eigene Reichweite der Website sein. Ähnlich wie bei anderen Social Media Kanälen geht es hier allerdings nicht darum, seine Produkte in den Vordergrund zu stellen, sondern mittels Content einen deutlichen Mehrwert für den Nutzer zu generieren.


Mit nur wenigen Schritten kannst auch du auf Pinterest erfolgreich werden und deine Reichweite steigern.


Die Grundlagen:


1. Pinterest Business Profil anlegen

Wenn du bereits einen Pinterest Account besitzt, kannst du diesen einfach in einen Business Account umwandeln, anderenfalls legst du einen neuen Account an. Dein Benutzername sollte deinen Unternehmensnamen widerspiegeln. Wichtig ist, dass du eine eigene Website besitzt, auf die du in deinem Profil verweisen kannst. In dem Business Profil hast du nun die Möglichkeit, deinen Auftritt zu verifizieren, ein Logo als Profilbild (200x200 Pixel) einzusetzen, einen Link zu deiner Website bzw. deinem Impressum einzufügen und Anzeigen zu schalten. Nicht zu guter Letzt kannst du dort auch Reportings und Analysen einsehen.


2. Erarbeite deine eigene Strategie für Pinterest

Nun geht es darum, dass du definierst, was und wie du „pinnen“ möchtest. Die Inhalte auf deiner Website, oder aber auch eine ausführliche Wettbewerbsrecherche geben dir dabei einen Überblick. Ebenso wichtig: Was macht deine Marke aus? Und womit kannst du Nutzern einen Mehrwert bieten und dich sogar vom Rest abheben? Hast du einen groben Überblick und Plan, geht es an die Keyword-Recherche in Pinterest. Keywords sind Schlüsselbegriffe, die einerseits deinen Inhalt beschreiben und mehrfach in deinen Artikeln genannt werden als auch andererseits von dem Nutzer in der Suchmaske eingegeben werden. Sie sind also essentiell, wenn du Inhalte für Suchmaschinen (in dem Fall die von Pinterest) aufbereitest. Zur Recherche gehst du am besten direkt in die Suche und tippst ein mögliches Keyword ein. Per Autosuggest zeigt dir Pinterest nun an, nach was die Nutzer in diesem Zusammenhang noch gesucht haben. Hast du deine Keywords definiert, verwendest du diese an allen möglichen Stellen, an denen du Text einfügen kannst, wie z. B. in deinem Profil (in Sätze verpackt), Pinnwänden und Pins.


3. Pinnwände und Pins erstellen

Im nächsten Schritt erstellst du passend zu deinen Themen und Keywords neue Pinnwände und Pins. Dabei kannst du Pinnwände mit übergeordneten Themen erstellen und immer granularer werden, indem du Nischen-Pinnwände anlegst. Steht gerade eine bestimmte Jahreszeit vor der Tür und passt diese zu einem deiner Angebote? Perfekt, schon hast du eine passende und vor allem derzeit relevante Nische gefunden. Nun fehlen noch die passenden Pins. Um diese zu erstellen, benötigst du Content, der auf ein bestimmtes Thema und auf deine Website verweist. Es gibt inzwischen einige Arten von Pins. Die klassischen bestehen nur aus einem Bild und nur wenig Text. Daneben gibt es auch noch das Karussell Pins, Videos und Story Pins. Rich Pins dagegen enthalten Metadaten aus z.B. deinem Online-Shop.


4. Analysieren und Optimieren

Deine ersten Pins sind gepostet und was nun? Um deine Reichweite stetig zu steigern ist es essentiell, dass du alte Pins nicht einfach vergisst. Auch sie benötigen weiterhin eine gewisse „Pflege“ und wollen optimiert werden. Anhand der Analyse-Funktion siehst du immer wie gut deine Pins funktionieren. Gerade in der Anfangszeit ist es daher wichtig, Rückschlüsse zu ziehen und einfach auszuprobieren. Deine Pins kommen noch nicht gut an? Versuche es mit einem anderen Pin Format, mehr/weniger Text, aussagekräftigeren Bildern oder aber starte deine Keyword-Recherche noch einmal von vorn. Hier heißt es „geduldig am Ball bleiben“ – durch stetige Analyse und Optimierung wird es immer besser laufen. So kommst du deinem Ziel Schritt für Schritt näher.



Pinterest verstehen und Reichweite optimieren

Wie lange ist dein Content aktuell pro Plattform
Quelle: https://www.pinterest.de/value4brand/

Pinterest ist eine Suchmaschine mit sozialen Features: Das bedeutet, du musst deine Inhalte anders aufbereiten, um dort Erfolge zu sehen. Eine Instagram oder gar Facebook Strategie ist keinesfalls mit einer Pinterest Strategie zu vergleichen und sollte daher niemals übernommen werden. Um dies zu verdeutlichen hier ein paar Zahlen: Die durchschnittliche Lebenszeit (also die Zeit, in der dein Content als relevant erachtet und den Usern entsprechend priorisiert angezeigt wird) eines Tweets (Twitter) liegt bei rund 18 Minuten, die eines Facebook Posts bei ca. 5 Stunden, die eines Pins dagegen bei etwa 4 Monaten. Die Pins sollten also darauf ausgerichtet sein, langfristig einen Mehrwert zu bieten.


Um zu verstehen, wie du deine Reichweite steigern kannst, solltest du zunächst verstehen wie die User Pinterest nutzten: Sie suchen nach Inspiration, Tipps, Hilfe, Informationen, Ideen, Erfahrungen und Anleitungen – Menschen gehen also auf Pinterest um etwas zu suchen und oftmals haben sie schon eine Idee davon, was sie finden möchten. Hat der Nutzer etwas gefunden, repint (speichert) er den Beitrag in seiner eigenen Pinnwand und/oder besucht die dahinterliegende Website. Wie man sieht, verfolgen die Nutzer damit ganz andere Ziele als auf Plattformen, wie Instagram und Facebook. Nutzer sind im Suchmodus – und weil sie etwas Bestimmtes suchen sind sie auch eher bereit „zu klicken“ und sich auf weitere Seiten leiten zu lassen. Auch wenn es Social Komponenten gibt, steht weniger der Community Aspekt im Fokus. Pinterest ist die Plattform, mit der du Reichweite für deine Inhalte, deinen Content, dein Angebot aufbaust.


Starke Pins erscheinen in den Top-Suchergebnissen. Es werden die Inhalte ganz oben angezeigt, die von dem Algorithmus als höchstrelevant, für das jeweilige Schlagwort angesehen werden. Daher ist das A und O, dass du den Content und die Keywords für die Suche optimierst. Pins vermitteln auf einen Blick worum es geht – dabei funktionieren klare, schlichte Formate mit Bild und Textelementen am besten. (Mögliche Designs: Bild (Lifestyle Produkte wie Möbel/Kosmetik) – Bild+Text (Food, Reise, Pflanzen) – Text (Business)). Bei einer hohen Interaktionsrate geht der Algorithmus also davon aus, dass die Pins relevant sind, da der Nutzer sich mit ihnen beschäftigt.


Wir freuen uns auf deine Fragen, Anregungen und Feedback.

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