7 Fragen, die du vor deinem Start in Social Media beantworten solltest

Du hast beschlossen, dass es nun an der Zeit ist, eine Marketingkampagne auf Social Media zu starten? Klasse, dann kannst du ja direkt loslegen: Einfach überall einen Social-Media-Account anlegen und schon kommt der Erfolg quasi über Nacht. Wirklich? – Naja, ganz so einfach ist es meist leider doch nicht. Denn Social Media Marketing ist nicht anders als jeder andere Marketingkanal: Ein bisschen Planung vor dem Start trägt maßgeblich zum späteren Erfolg bei. Hier sind 7 Fragen, die du dir stellen und auch beantworten solltest, bevor du mit der Social Media Kommunikation richtig loslegst.

7 Fragen Social Media

1. Wer ist mein Publikum?

Getreu dem Satz "Wer sich an alle wendet, wendet sich an niemanden" solltest du dir für ein erfolgreiches Social Media Marketing zunächst klar machen, wen du überhaupt erreichen möchtest. Du solltest also eine Zielgruppe eingrenzen – oder gar Personas definieren. Dabei ist es nicht nur wichtig zu differenzieren welche Personen dein Produkt oder deine Dienstleistung am ehesten in Anspruch nehmen werden, du solltest auch herausfinden auf welchen Plattformen du sie finden kannst, wann und wie sie Medien nutzen, welche Interessen und Bedürfnisse sie haben, welche Content-Formate sie mögen etc. Je mehr du über deine Zielgruppe(n) weißt, desto treffsicherer kannst du mit ihnen kommunizieren.

2. Welche Plattform(en) sollte ich nutzen?

Die Antwort auf diese Frage hängt von der Antwort auf die erste Frage ab – und von einer kleinen Recherche über die aktuellsten Plattformen. Grob kann man zum Beispiel sagen, dass Instagram und Pinterest sehr bild- und videobasiert sind. Hier findet man vermehrt junge Erwachsene, die unter anderem Inspirationen auf den Plattformen suchen. Die Nutzer von Facebook sind im Durchschnitt älter als auf Instagram; die auf TikTok deutlich jünger. Hier funktionieren die kurzen, unterhaltsamen Videoformate sehr gut, da Entertainment eines der Hauptinteressen der Nutzer ist. Twitter eignet sich für textbasierte, kurzlebige Inhalte. Hier findet man oft Journalisten, Meinungsmacher und allgemein Menschen, die eher an Neuigkeiten und sehr prägnanten Inhalten interessiert sind. Business Plattformen wie LinkedIn und Xing haben einen Berufs-Kontext und werden gerne für fachspezifischen Content, Austausch im B2B Kontext und für das Arbeitgebermarketing genutzt. Wichtig ist, dass du nicht unbedingt auf jeder Plattform vertreten sein musst, sondern genau selektieren solltest, wo du deine Zielgruppe am besten erreichst.

3. Was sind meine Ziele?

Du kannst nicht erfolgreich auf Social Media kommunizieren – bzw. deine Erfolge prüfen, wenn du nicht weißt, was du erreichen möchtest. Bevor du startest, erstelle also eine Liste mit kurz- und langfristigen Zielen. Oftmals hilft es Ziele smart zu formulieren. Smarte Ziele sind:

a. Spezifisch – unmissverständlich formuliert

b. Messbar – Kriterien zur Feststellung der Zielerreichung sind definiert

c. Attraktiv – motivierendes, sinnvolles Ziel

d. Realistisch – mit gegebenen Umständen und Ressourcen zu erreichen

e. Terminiert – Termin/Zeitraum für die Erreichung des Ziels ist festgelegt


4. Wie hoch ist mein Budget?

Per se ist es erstmal kostenlos einen Social Media Account für dein Unternehmen einzurichten. Das gleiche gilt für die Veröffentlichung deiner organischen Inhalte. Du kannst diese jedoch mit Paid Content ergänzen – also deine Postings bewerben bzw. bezahlte Inhalte schalten. Das macht z. B. Sinn, wenn es darum geht die Reichweite deiner Beiträge zu erhöhen, um noch mehr Menschen zu erreichen, die dir noch nicht folgen. Wie hoch dein Budget sein sollte, hängt unter anderem davon ab, auf welchen Plattformen du werben möchtest und in welcher Intensität. Außerdem spielen die Zielgruppen sowie der Wettbewerb eine Rolle bei der Preisgestaltung. Für die Festlegung deines Budgets sind natürlich auch deine Ziele und verfügbaren Mittel entscheidend.


5. Welche Ressourcen habe ich?

Um im Social Media Marketing erfolgreich zu sein, solltest du kontinuierlich kommunizieren. Dies wiederum bedeutet Workload. Prüfe welche Ressourcen dir zur Verfügung stehen und teile Aufgaben und Verantwortlichkeiten auf. Dabei solltest du immer die Skills und das Know-How von dir und deinem Team im Blick haben. – Wer kann gut Videos erstellen? Wer ist ein Ass im Texten?


6. Was macht meine Konkurrenz?

Gerade am Anfang kann es sehr hilfreich sein mal einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen, um sich Inspirationen zu holen und darauf basierend eigene Ideen zu entwickeln. Wichtig dabei ist es, jene Unternehmen anzuschauen, die ähnliche Zielgruppen ansprechen und dies bestenfalls auch wirklich gut umsetzen.


7. Welchen Content sollte ich erstellen?

Die Formate und Art der Inhalte, die du für dein Social-Media-Marketing veröffentlichen möchtest, ist super wichtig. Dein Content sollte authentisch sein, auf deine Ziele einzahlen, deinen Followern einen klaren Mehrwert bieten und zum Austausch anregen. Außerdem solltest du hier stets im Hinterkopf behalten, dass die sozialen Medien keine klassische Werbeplattform sind. Es geht nicht darum eine einseitige Kommunikation aufzubauen, in der du dein Angebot anpreist. Es geht darum Beziehungen aufzubauen und in den aktiven Austausch zu gehen. Das funktioniert beispielsweise gut mit sogenanntem „nativen Content“, welcher beim Anschauen nur schwer von kostenlosen, redaktionellen Inhalten zu unterscheiden ist und sich somit gut „getarnt“ in den organischen Content einfügt. Eine gute Community ist nicht zwangsläufig riesengroß, wohl aber interaktiv. Und wenn dir mal die Ideen ausgehen, frag doch einfach mal deine Follower welche Inhalte sie gerne sehen möchten oder versuche eine Kreativitätstechnike, wie z. B. die Walt Disney Methode.

Und dann heißt es: Machen! Wir wünschen dir viel Erfolg. Und kontaktiere uns gerne, solltest du einen Rat bzw. Blick von außen benötigen.

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